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HASAG - AUSSENLAGER DES KZ BUCHENWALD IN ALTENBURG

Literatur: DIE HASAG IN ALTENBURG -       ZWANGSARBEITER UND KZ-HÄFTLINGE DES AUSSENLAGERS BUCHENWALD IM RÜSTUNGSKONZERN

DOKUMENTATION (Film u.Text: W. Böhm)

Montag, ‎23. ‎August ‎2010, ‏‎09:35:36, Dokumentation der abgerissenen ehemaligen Baracken der Zwangsarbeiter am Ende der Winterstraße in Altenburg. Es wird vermutet, dass die Fachwerkbaracke einst als Unterkunft der SS gediet haben soll. Aussage des ehemaligen OB Wolf: "Das ist nur eine ehemalige SS-Baracke, da kann sie weg". Es wurde auch lange publiziert, dass die aufgenommenen Baracken die ehemaligen Unterkünfte der KZ-Häftlige (Frauen) war. Nach dem Zeitzeugen Manfred Schumann waren hier die Fremdarbeiter, bzw.Zwangsarbeiter untergebracht. Das Gelände erwarb zeitweilig die Wehrmacht, da die Kasernen in der Leipziger Straße nicht ausreichten. Zeitzeugen aus Rasephas konnten vor dem Bau des HASAG-Werkes Manöver von Unteroffizieren beobachten. Einen kleinen Rest der heute abgerissenen Baracken konnte der Altenburger Geschichtsverein e.V. retten. Dieses als Baracke 14 (siehe Abbildung) bezeichnete Gebäude soll als Zeitzeugnis erhalten bleiben. Dies ist jedoch nach der heutigen Rechtslage nicht sicher. Es ist eines der wenigen originalen Gebäude, welches für die Erinnerung an die Zeit von 1933 bis 1945, aber auch für die unmittelbare Nachkriegszeit von Bedeutung ist. Baracke 14 ist auch Teil der Gedenkstunde, die jeweils am 12.04.1945 bzw. 15.04. 1945 als lokales Gedenken statt findet und vom Altenburger Geschichtsverein organisiert wird.

Text der Tafel:                                                            Gelände des KZ-Außenlagers Altenburg 1944/45 Während der Jahre des Zweiten Weltkrieges mussten im Zweigwerk Altenburg der Hugo-Schneider-AG (HASAG) tausende Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge für die Rüstung arbeiten. Am 1. August 1944 eröffnete die SS hier ein KZ-Außenlager für Frauen, das ab September 1944 von Buchenwald aus verwaltet wurde.
Die mehr als 2400 Frauen und Mädchen aus vielen europäischen Ländern, darunter Polinnen, ungarische Jüdinnen, Sinti Und Roma arbeiteten täglich 12 Stunden. Später wurde auch ein Außenlager für Männer eingerichtet. Mindestens zehn Frauen und zwei Männer kamen ums Leben. Hunderte Kranke und Schwache wurden nach Ravensbrück und Buchenwald zurückgeschickt oder in Auschwitz ermordet.
Am 12. April 1945 räumte die SS das Lager. Seine Insassen gingen auf einen Todesmarsch.
"Unser Schicksal sei euch Warnung und nicht Legende."

Altenburg im Mai 2008



AUSSENLAGER KZ BUCHENWALD

ALTENBURG Kommando Altenburg

HÄFTLING

HEDY HIRSCH (geb. Engel)

HEDY ENGEL (geb.04.06.1927, in Tirnau (Trnava)

Mutter Berta Engel (geb. 22.02.1911, in Galanta)

Tochter Gita Geller Hirsch (Kontakt mit AGV)

גיטה גלר[gita51@walla.com]

verheiratet: HEDY HIRSCH

http://youtu.be/p2xp5Ceh79o

(Klicke auf youtube, um ein Video von Hedy zu sehen.)

Transportliste vom 29.10.1944 Auschwitz - Altenburg
Transportliste Seite 2 Auschwitz- Altenburg mit Hedy Engel.pdf (1.2MB)
Transportliste vom 29.10.1944 Auschwitz - Altenburg
Transportliste Seite 2 Auschwitz- Altenburg mit Hedy Engel.pdf (1.2MB)

AUS DEM LEBEN VON HEDY HIRSCH (geb. ENGEL)

Hedy wurde in einer religiösen Familie im Jahr 1927 in Trnava,  in der damaligen Tschechoslowakei, geboren. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und dem Einmarsch der Deutschen, begann ein zunehmender Antisemitismus gegenüben den Juden. Das Geschäft von Hedys Vater wurde enteignet und an Pessach 1942 wurden die Juden aus ihren Wohnungen geholt. Hedy und ihre Mutter flohen nach einem Geschäft von einem slowakischen Bekannten, der sie in seinem Haus versteckte. Ihr Vater wurde verhaftet und nach Auschwitz transportiert. Am nächsten Tag flüchteten die Frauen  nach Nitra, und versuchten von dort aus die ungarische Grenze zu erreichen. Sie wurden von slowakischen Wachen festgenommen, konnten dennoch über die Grenze entkommen. Hedy und ihre Mutter, wieder vereint mit ihrer älteren Schwester, Edith,  reisten zusammen mit gefälschten Papieren nach Budapest. Jede Nacht schliefen sie in einem anderen Ort: in verlassenen Gebäuden, an Außenseiten von gebäuden und auf Friedhöfen. Sie erwarben die Instinkte von gejagten Tieren. Ihre Sinne wurden, durch das Leben in ständiger Gefahr, geschliffen. Sie lebten so für zwei Jahre.

Im Jahr 1944, Hedy und ihre Mutter versuchten wieder in die Slowakei zu kommen. Sie wurden aber  verhaftet und in einen Zug, ohne Nahrung oder Wasser, nach Auschwitz gebracht. Die Reise dauerte drei Tage. Bei der Ankunft, schafften sie es, bei der Auswahl (Selektion) zusammen zu bleiben und wurden in das Lager C (Auschwitz III, Monowitz) gesendet, wo sie enormen Hunger, eine häufige Auswahl (Selktionen) und Arbeits-Transporte erlebten.

Im Oktober wurde die 17-jährige Hedy für den Transport in ein Arbeitslager in Altenburg, Deutschland, ausgewählt. Hedy fragte die Frau, die verantwortlich für den Block war und in dem sie Freunde geworden waren, ob sie zu ihrer Mutter in die Liste aufgenommen werden könnte. Die beiden kamen zusammen auf eine Transport und wurden nach Altenburg geschickt, um in einer Waffenfabrik (HASAG), 12 Stunden am Tag, zu arbeiten. Sie blieben dort bis zum 12. April 1945. Als die Alliierten näher kamen, wurden die Fabrikarbeiter (Häftlinge), ohne Nahrung, auf einen Todesmarsch (Ziel:Theresienstadt) geschickt. In der Nacht vom 12. April (siehe Anmerkung), sie Waldenburg, wo sie von den Amerikanern befreit wurden (siehe Anmerkung). Nach der Befreiung, 1945, trafen sich Hedy, ihre Mutter und ihre Schwester wieder in der Tschechoslowakei. Im Jahr 1949 kamen Hedy und ihre Mutter nach Israel und ließ sich in Jerusalem nieder. Hedy ist verheiratet und arbeitet als EKG-Techniker. Hedy hat vier Kinder und mehrere Enkelkinder.








Geschichte erleben (Beitrag altenburg.tv)




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