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KALENDERBLATT

Geburtstage, Gedenktage, Historische Ereignisse

HISTORISCHE JAHRESTAGE

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Vor 80 Jahren – am 19.September 1941 - Tragen des Judensterns

Kalenderblatt von Heinz-Dieter Plötner

Judensternen - Er bestand aus zwei überlagerten, schwarzumrandeten gelben Dreiecken, die einen handtellergroßen sechszackigen Stern nach Art eines Davidsterns bildeten.

Zum öyffnen bitte PDF anklicken.

Foto rechts (Wikipedia):

Mann mit Judenstern, September 1941 (Ort unbekannt, möglicherweise Berlin)



Am 19. September vor 80 Jahren trat die Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden in Kraft. So bezeichnete zum Beispiel der Autor Victor Klemperer das Datum als „den schwersten Tag der Juden in den zwölf Höllenjahren“ der Herrschaft der Nationalsozialisten:

„Von da an war der Judenstern zu tragen, der sechszackige Davidstern, der Lappen in gelber Farbe, die heute noch Pest und Quarantäne bedeutet und die im Mittelalter die Kennfarbe der Juden war, die Farbe des Neides und der ins Blut getretenen Galle, die Farbe des zu meidenden Bösen.“ Soweit das Zitat.

Diese eingeführte Zwangskennzeichnung führte die systematische Ausgrenzung und Demütigung der jüdischen Minderheit fort. Die Auffindbarkeit für die anstehenden und planmäßigen Deportationen in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager wurde erleichtert.

Quelle: Archiv Heinz-Dieter Plötner

Kalenderblatt von Heinz-Dieter Plötner

https://www.helmholtz.de/

Vor 200 Jahren am 31. August 1821

      Der „Reichskanzler der Physik“         Hermann Helmholtz geboren

Hermann Helmholtz (ab 1883 von Helmholtz) wurde am 31. August vor 200 Jahren in Potsdam geboren. Er wurde einer der einflussreichsten Naturwissenschaftler seiner Zeit. Er studierte Medizin, obwohl seine große Liebe von Anbeginn der Physik galt.

Ab 1848 lehrte er als Professor für Physiologie in Berlin, Königsberg, Bonn und Heidelberg. 1870 kehrte er schließlich als Ordinarius für Physik nach Berlin zurück. Inzwischen zählte der Universalgelehrte zu den bedeutendsten Denkern und Forschern in Deutschland. Er formulierte den Energieerhaltungssatz endgültig aus. Er erfand den Augenspiegel zur Betrachtung des Augenhintergrunds, das Telestereoskop und erkannte, dass drei Grundfarben zur Erzeugung aller anderen ausreichten. Zudem gilt Helmholtz als Begründer der modernen Meteorologie. 1894 starb der in Anspielung auf Otto von Bismarck so bezeichnete „Reichskanzler der Physik“ in Charlottenburg.

Quelle: Archiv Heinz-Dieter Plötner

Foto: nd


 

Vor 170 Jahren – 15. Juli 1851 – Erster Zug über die Göltzschtalbrücke

Abbildung nur 5 Jahre später - 1856, aus: Album der Sächsischen Industrie Zweiter Band, Druck und Verlag von Louis Oeser in Neusalza - SLUB Dresden Hist.Sax.M.232.o-2 http://digital.slub-dresden.de/id252070844

Kalenderblatt von Heinz-Dieter Plötner





Sehen Sie sich auch folgende Links an:

https://youtu.be/Do8CyrMO2U4

https://youtu.be/rSBM7YCM7Fc

https://youtu.be/eH55C0KmXAw

Als achtes Weltwunder bezeichnen die Vogtländer selbstbewusst die Göltzschtalbrücke. Vor 170 Jahren, am 15. Juli 1851 wurde die Ziegelsteinbrücke mit 98 Bögen erstmals von einem Zug befahren. Nun soll das Bauwerk aus mehr als 26 Millionen Ziegelsteinen noch mehr Aufmerksamkeit erhalten. Das Ziel: Das historische Viadukt soll Unesco-Weltkulturerbe werden.

Schon zehn Jahre nach Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahnverbindung 1835 hätten die Pläne für die Brücke im Vogtland begonnen. Diese war enorm wichtig für die Nord-Süd-Verbindung. Noch heute fahren die Züge aus Dresden und Leipzig in Richtung Nürnberg und München über dieses Bauwerk. Es hat einer bis heute unglaublichen Ingenieurskunst bedurft, um das Mittelgebirge mit der Eisenbahn zu überwinden.

Quelle: ND 15.07.2021, Wikipedia,  https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6ltzschtalbr%C3%BCcke

Vor 1045 Jahren – 976 erste urkundliche Erwähnung der Stadt Altenburg 

Kalenderblatt von Heinz-Dieter Plötner

Die ersten Siedlungen im heutigen Stadtgebiet entstanden vor rund sechstausend Jahren. Schon damals war der Boden im Altenburger Raum sehr fruchtbar, Wälder und die fischreichen Gewässer boten genug Nahrung. Die Franken zerstörten das damalige Thüringer Reich bis 534 n. Chr. 631/632 drangen die Böhmen in thüringische Gebiete vor, konnten aber durch den neuen Herzog Ratulf, der ein Bündnis mit den Sorben einging, abgewehrt werden. Immer mehr Sorben besiedelten den Altenburger Raum und bildeten einen Stamm, der sich nach dem hiesigen Fluss Plisni nannte. Etwa in den Jahren 838/848 entstand auf den Porphyritfelsen die erste Burganlage. Erstmal urkundlich erwähnt wurde Altenburg dann 976. Vorausgegangen war die Gründung der Markgrafschaften Merseburg, Zeitz und Meißen, sowie deren entsprechenden Bistümer. Am 1. August 976 schenkte Kaiser Otto II. die Stadt Altenburg dem Bistum Zeitz. Die nächste urkundliche Erwähnung erfolgte erst 1132, als der spätere Kaiser Lothar III. die Kaiserpfalz Altenburg nutzte. Die Kaiserpfalz war der Grund, dass aus der Siedlung, die sich unmittelbar bei der Pfalz befand, eine Stadt wurde, die den Namen Altenburg trug. Handwerker und Kaufleute siedelten sich durch die Reichsstraße Via Imperii an.

Das Rathaus wurde in der Zeit von 1561 bis 1564 errichtet. Die Pläne stammen von Nikolaus Gromann. Die Bauleitung hatte Caspar Böschel.

Knapp 100 Jahre nach Fertigstellung erfolgte eine erste Renovierung. Eine zweite erfolgte 1864.

1923/1924 gab es einen Anbau für die Sparkasse. Dieser stand im stilistischen Einklang mit dem Rathaus.

Heute hat in diesem historischen Gebäude die Stadtverwaltung unter Leitung von Oberbürgermeister Andre Neumann (CDU) ihren Sitz der gegenwärtig 31.101 Einwohner (Stand 31. Dez. 2020) zählenden Stadt.

Quelle: Archiv H.-D.Plötner, WIKIPEDIA

Bilder: Archiv H.-D. Plötner

Weitere ausführliche Informationen unter anderem im Internet unter dem Stichwort „Gründung Altenburg“  <<< (hier klicken)

Vor 80 Jahren

22. Juni 1941 – Beginn des Unternehmens „Barbarossa“

Kalenderblatt von Heinz-Dieter Plötner

Am 24. August 1939 kam es in Moskau überraschenderweise zur Unterzeichnung eines Nichtangriffspakts zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion (bekannter unter dem Namen Hitler-Stalin-Pakt). Dieser machte den Anschein einer gegenseitig zugesicherten Neutralität im Kriegsfall. Die entscheidende Regelung war in einem geheimen Zusatzprotokoll geregelt. Es teilte Polen und die Baltikumstaaten im Kriegsfall in eine deutsche und sowjetische Interessensphäre auf. Der Vertrag diente Hitler als Grundlage für seinen Vernichtungskrieg in Osteuropa. Hitler zielte auf die Eroberung Polens, die zur Grundlage für den Zweiten Weltkrieg werden sollte. Um die Westmächte Frankreich und Großbritannien von jeglicher Verbindung zur Sowjetunion zurückzuhalten, entschied sich Hitler für den Nichtangriffspakt. Dieser kam für die Westmächte völlig überraschend, weil sich Hitler darin mit seinem eigentlichen Erzfeind Joseph Stalin verbündet hatte. Elf Monate später unterrichtet Adolf Hitler das Oberkommando der Wehrmacht von seinem Entschluss, die Sowjetunion anzugreifen, um für die „arische Herrenrasse“ neuen „Lebensraum im Osten“ zu erobern und zugleich den“jüdischen Bolschewismus“ zu vernichten. Wiederum elf Monate später, am 22. Juni vor 80 Jahren, griff die Wehrmacht ohne(!) Kriegserklärung mit mehr als drei Millionen Soldaten auf breiter Front zwischen Ostsee und Schwarzem Meer an: Unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ begann ein bis 1945 andauernder Vernichtungskrieg, der Millionen von Menschen das Leben kosten sollte. Beide Abkommen vom 24. August 1939 waren mit dem 22. Juni 1941 außer Kraft und nur noch „Makulatur“.


Vor 125 Jahren - 18. Juni 1896 – Einweihung des Kyffhäuserdenkmals 

Kalenderblatt von Heinz-Dieter Plötner

Das Kyffhäuserdenkmal (auch bekannt unter Barbarossadenkmal) ist ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Das Kyffhäuserdenkmal wurde von 1890 (andere Angaben zufolge von 1892) bis 1896 auf der Burganlage der Reichsburg Kyffhausen errichtet. Es zeigt ein Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. und einen in Stein gehauenen Barbarossa. Das Denkmal ist 81 m hoch und damit nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica das drittgößte Denkmal Deutschlands. Das Denkmal wurde errichtet um an Kaiser Wilhelm I. und die Vollendung der Reichseinigung erinnern.

Das von Friedrich I., auch Barbarossa genannt, gegründete deutsche Kaiserreich zerbrach 1250 nach etwa einhundertjähriger Blütezeit. Nach der Barbarossa-Sage ist der Kaiser nicht gestorben sonder sitzt schlafend in der Bergen des Kyffhäusers und wartet bis die Zeit reif ist um wiederzukehren um das Reich neu zu errichten. Da Wilhelm I. die Vollendung der Reichseinigung gelang, finden sich somit beide im Denkmal wieder.

(Barbarossa-Sage siehe auch „harzlife“ Der Online - Reiseführer

Text und Fotos: Heinz-Dieter Plötner




Vor 135 Jahren – 13. Juni 1886 –     Tod des „Märchenkönigs“

Kalenderblatt von Hein-Dieter Plötner

22 Jahre lenkte König Lundwig II. die Geschicke Bayerns. Von sich reden machte der Monarch vor allem durch seine kostspieligen Schlossbauten. Nachdem der kunstliebende Ludwig II. im bayerischen Landtag Gelder für weitere Bauvorhaben einforderte, leitete das Ministerium seine Entmündigung ein. Am 8. Juni 1886 erklärte ein ärztliches Gutachten den König als „in sehr weit fortgeschrittenem Grade seelengestört“. Vier Tage später wurde Ludwig in Neuschwanstein festgesetzt und nach Schloss Berg verbracht. Am darauffolgenden Abend, dem Pfingstsonntag vor 135 Jahren, kehrten der König und der am Gutachten beteiligte Psychiater Bernhard von Gudden von einem Spaziergang nicht zurück. Gegen 22.30 Uhr fand man die beiden Männer ertrunken im seichten Wasser des Würmsees. Bis heute sind die genauen Todesumstände nicht aufgeklärt. 

Der tote König im Sarg (Zeichnung des Hofmalers Josef Arpád Koppay) Bild: SZ Photo / Scherl

 

https://www.br.de/neuschwanstein/koenig-ludwig-ii-tod-sterben-ertrunken-starnberger-see-100.html

12. Juni 2021 - Heute vor 92 Jahren, am 12. Juni 1929, wurde ANNE FRANK geboren.

Kalenderblatt von Wolfgang Böhm

Madeleine und Dominic am Grabstein von Anne Frank

Text und Foto: Wolfgang Böhm, Samstag, ‎18. ‎August ‎2012, ‏‎14:13:02

Während eines Urlaubs in der Lüneburger Heide besuchten unsere Enkel Madeleine (11) und Dominic (11) gemeinsam mit ihren Großeltern die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Bergen-Belsen und den Grabstein von Anne Frank und ihrer Schwester. Die Kinder waren, obwohl sie nicht zu allen Räumen zutritt hatten, sehr ergriffen und stellten viele Fragen. Noch heute können sie sich an an diesen Besuch gut erinnern.

https://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Frank

https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebuch_der_Anne_Frank

https://bergen-belsen.stiftung-ng.de/de/geschichte/

https://www.oppisworld.de/zeit/biograf/annfrank.html

Weitere Fotos unter:  Konzentrationslager

Grabstein für Anne und Margot Frank auf der KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen

Foto: Wolfgang Böhm,Samstag, ‎18. ‎August ‎2012, ‏‎14:13:14

07. Juni 2021 - Heute vor 91 Jahren, am 07. Juni 1930 wurde INGOLF STRASSMANN geboren.

Kalenderblatt von Wolfgang Böhm

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Ingolf Strassmann beim Vortrag und zur Ausstellungseröffnung >"Arisierung" in Thüringen< in Altenburg 2010. Vor den Ausstellungstafeln zusammen mit Monika Gibas, Uni Jena.

Fotos: Wolfgang Böhm, 08./09.09.2010

6. JUNI 1951 - Eröffnung der ersten Berlinale

Kalenderblatt von Heinz-Dieter Plötner

Vor 70 Jahren, am 6. Juni 1951, wurde mit dem elf Jahre alten Hitchcock Film „Rebecca“im Titania-Palast die ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin (-West) eröffnet. Im Wettbewerb des als „Schaufenster der freien Welt“ deklarierten Festivals waren keine (!) Filme aus sozialistischen Ländern zugelassen.

Die Berlinale, die erst seit 1978 im Februar stattfindet, zählt mittlerweile zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt.

Erst 1970 wurde eine direkte Einladung an die DDR realisiert. Von der DEFA, vor 75 Jahren am 17. Mai 1946 gegründet, schafften es rund 130 Filme auf die Berlinale Leinwände. Der erste Film „Jakob der Lügner“ von Frank Beyer und Jurek Becker war 1975 der erste Film der DEFA auf der Berlinale. Der tschechische Hauptdarsteller Vlastimil Broský erhielt gleich den „Silbernen Bären. 1980 war Konrad Wolf mit „Solo Sunny“ vertreten. Hier wurde Renate Krößner (im Bild) als Hauptdarstellerin ebenfalls mit dem „Silbernen Bären“ geehrt. 1985 war der nächste Erfolg. Für „Die Frau und der Fremde“ konnte Regisseur Rainer Simon der „Goldenen Bären“ für den besten Film in Empfang nehmen. Seitens der DDR-Führung wurden aber auch Filme die durchaus große Chancen auf den „Goldenen Bären“ hatten, zurückgezogen. Dazu gehörten unter anderem „Insel der Schwäne“ von Hermann Zschoche und Frank Beyers „Der Aufenthalt“.

2010 wurde Wolfgang Kohlhaase, einer der innovativsten Köpfe in der Geschichte der DEFA mit einem Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet.



Text: Heinz-Dieter Plötner  Bild: Archiv DEFA

Vor 1060 Jahren, am 26. Mai 961 gab es die Königskrönung in Aachen.

Kalenderblatt von Heinz-Dieter Plötner
Um die familiären Machtverhältnisse vor seiner Kaiserfahrt nach Rom zu sichern, ließ Otto I. seinen fünfjährigen Sohn Otto II. auf dem Hoftag zu Worms zum König wählen und anschließend, am 26. Mai vor 1060 Jahren, in Aachen zum Mitkönig salben. Sechs Jahre später erfolgte in Rom die Krönung zum Mitkaiser. Otto II. sollte der einzige Herrscher der nachkarolingischen Zeit bleiben, der bereits zu Lebzeiten zum Kaiser erhoben wurde. 18-jährig trat er nach dem Tod seines Vaters die Alleinherrschaft als römisch-deutscher Kaiser an. Zehn Jahre später starb er überraschend auf einer Italienreise und wurde als einziger deutscher Herrscher in Rom beigesetzt.

8. MAI 1945

Begegnungen des „Altenburger Geschichtsvereins“ zum „70. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus“ in Berlin.


8. MAI 3
8. MAI 3
8. Mai 2
8. Mai 2



Fotos von Heinz-Dieter Plötner

Nachdenkliches zwischen

8. Mai und 22. Juni 2021

aufgeschrieben von Heinz-Dieter Plötner

Am 8. Mai 2021 jährte sich nunmehr die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus inzwischen zum 76. mal.

Das Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus ist ein wichtiges Zeichen für die Stärkung von Demokratie, Freiheit, Toleranz und Weltoffenheit. Auch im Altenburger Land wurden unvergleichbare Verbrechen begangen und die Menschenwürde, im wahrsten Sinne des Wortes, mit Füßen getreten.

 

In der Nacht vom 8. zum 9. Mai unterzeichnete das Oberkommando der deutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst vor den Vertretern der Anti-Hitler-Koalition die bedingungslose Kapitulation. Der zweite Weltkrieg forderte mehr als 60 Millionen Menschenleben in Kampfhandlungen, durch Repressalien, Massenvernichtungsaktionen und durch Kriegseinwirkungen.

Es ist bedrückend, wenn sich die politische Debatte und die Wortwahl seit Jahren weiter nach rechts verschiebt. Und Worten folgen Taten. Das konnten wir in Halle sehen. In Hanau. Der NSU & NSU 2.0. Oder der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten. Daher sind alle demokratischen Kräfte aufgerufen, gemeinsam jeder Form von autoritärer und rassistischer Hetze entgegen zu treten.

Der 8. Mai ist untrennbar mit dem 22. Juni zu sehen, dem Tag des deutschen Überfalls auf die UdSSR. Am 22. Juni 2021 jährt sich nun der Tag des Überfalls zum 80. mal. Dieser 22. Juni 1941 war für Hitlerdeutschland zugleich der Anfang vom Ende. Wenn es bis dahin auch ein langer, entbehrungsreichen Weg war, begleitet von unzähligen Opfern. Deshalb sollte an diesem Tag nochmals besonders der Opfer gedacht werden. Hatte doch die Sowjetunion nicht nur die Hauptlast des Krieges zu tragen sondern mit 22 Millionen Toten (es gibt auch Quellen die 27 Millionen nennen) auch die meisten Opfer zu beklagen.

Die Bundesregierung plant allerdings keinerlei Gedenken. Das geht aus der Antwort auf einer Anfrage der Vizechefin der Linken-Bundestagsfraktion hervor. In der Antwort wird hervorgehoben, dass das Deutsch-Russische Museum in Berlin Karlshorst „zu 100 Prozent durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien“ gefördert werde und das müsse genügen.

Vor Wochen gab es bereits eine Anfrage wozu der Bundestagspräsident klar gemacht hat, dass auch das Parlament aus Anlass des 80. Jahrestages des Überfalls keine Sondersitzung oder ähnliches plane.

Hier offenbart die Bundesregierung für mich eine gefährliche Geschichtsvergessenheit. Die Hinterbliebenen müssen nach wie vor auf ein echtes Zeichen der Versöhnung warten. Der Jahrestag des Überfalls sollte Anlass sein für eine neue Friedens- und Entspannungspolitik gegenüber Russland und ein Ende der Konfrontation sein.

Diese „Gedanken zwischen 8. Mai und 22. Juni 2021“ könnten (sollten) nur eine Anregung sein über aktuelles Geschehen etwas mehr und intensiver nachzudenken.






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